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Geschichte
Aus der Geschichte des RSV Fortuna Kaltennordheim Mit dem Jahr 2003 blickt die Rhönstadt Kaltennordheim auf 140 Jahre organisierten Sport zurück. Angefangen über den Turnverein mit seiner Gründung 1863 über den SV Kaltennordheim von 1921 mit der ersten Fußballabteilung, der SG Fortuna, BSG Traktor und der SG Aufbau Kaltennordheim spannt sich der Bogen bis zum heutigen RSV Fortuna Kaltennordheim. Auf diesen Seiten soll nun einmal auf diese 140jährige Geschichte eingegangen werden. 1863 "Turnverein" Kaltennordheim 1921 Sportverein "SV Kaltennordheim" 1948 Sportgemeinschaft "SG Fortuna" Kaltennordheim 1956 Betriebssportgemeinschaft "BSG Traktor" Kaltennordheim 1959 Sportgemeinschaft "SG Fortuna" Kaltennordheim 1968 Sportgemeinschaft "SG Aufbau" Kaltennordheim 1990 Rhön-Sport-Verein "RSV Fortuna" Kaltennordheim Kaltennordheim und seine Sportplätze Kinder- und Jugendsport in Kaltennordheim Interzonenspiele Heiratsmarkt Dokumente
Turnverein Kaltennordheim Turnvater Jahn machte den Sport im Deutschen Reich salonfähig. Als Träger der körperlichen Ertüchtigung und der Verbreitung "Vaterländischen Gedankenguts" erhält der Turnsport eine große Bedeutung in der Gesellschaft. Auch der Turnverein Kaltennordheim war zur Zeit seiner Gründung einer der frühsten und auch aktivsten Vereine des Ortes und prägte lange Zeit das sportliche und auch gesellschaftliche Leben des Ortes mit. Gemäß dem Motto der Turnbewegung, "Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei", begann ein neues Freizeitleben. Neben Turnvorführungen und Turnwettkämpfen gehören auch Theateraufführungen und ähnliche kulturelle Aktivitäten zum Repertoire des Turnvereins. War der Sport bis zum Ende des 1. Weltkrieges fast nur den Männern vorbehalten, begann in den zwanziger Jahren auch der Frauensport an Bedeutung zu gewinnen. Der Turnverein Kaltennordheim gehörte dabei zu den Pionieren dieser Entwicklung, während gleichzeitig der SV Kaltennordheim entsprechend seiner Satzung nur Männer als Mitglieder aufnahm. Walter Dittmar, vielen noch als "Christe Walter" bekannt, war lange Jahre als Trainer der Frauenturngruppe aktiv. Als Alternative zum populären Fußball im 1921 gegründeten SV entstand unter anderen auch eine Sparte Feldhandball und auch die Leichtathletik gewann an Bedeutung. Der Vorteil des Turnvereins war besonders sein schönes und günstig gelegenes Trainingsgelände, der "Turnplatz". Auf dem Gelände der heutigen Einkaufzentren Tegut und Rewe befand sich bis 1945 dieses Sportglände. Es war Schauplatz vieler regionaler und überregionale Turnwettkämpfe. Stadtmeisterschaften, Regionalmeisterschaften, Gaumeisterschaften oder Vergleichswettkämpfe mit anderen Vereinen prägten neben dem Training das leben auf dem Turnplatz. Immer wieder wurden auch Versuche unternommen, eine eigene Turnhalle zu bauen. Doch wie auch oft später scheitertete dies an finanziellen Problemen oder den politischen Gegebenheiten. Während der Nazizeit verlor auch der Turnverein im Rahmen der "Gleichschaltung" im Reichssportbund seine Selbständigkeit und damit auch seine Bedeutung. Wehrsport zur Vorbereitung der Jugend auf den Krieg war damals angesagt. In diese Zeit fiel auch das Ende der Frauensportgruppe. Mit dem Ende des 2.Weltkrieges und dem Untergang des Deutschen Reiches endet die Ära der Turnvereine in der damaligen "Sowjetischen Besatzungszone" endgültig. In der neuen, staatlich doktrinierten "Sozialistischen Sportbewegung" war kein Platz mehr für eigenständige Sport- oder Turnvereine.
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